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Anleitung:
Optimierung der BIOS-Einstellungen
(Für Fortgeschrittene)
Meist sind auch Computer von der Stange nicht optimal konfiguriert. Mit einigen Einstellungen im BIOS lässt sich noch an Performance gewinnen.
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Anleitung: Optimierung der BIOS-Einstellungen - 3. Einzelne Einstellungen

Nachfolgend werden viele Einstellungsmöglichkeiten aufgelistet, und auf welchen Wert diese eingestellt werden sollten.  

Bitte beachten Sie, dass Sie nur einige dieser Optionen in Ihrem BIOS finden. Kein BIOS enthält alle Einstellungsmöglichkeiten, oft aber auch unter anderem (ähnlichen) Namen.  

Tipp:
Im BIOS-Kompendium von Hans-Peter Schulz gibt es eine sehr ausführliche Liste mit fast allen existierenden BIOS-Optionen und eine dazugehörige Erklärung:
» http://www.bios-kompendium.de/  


"Standard CMOS Setup"  

Viel kann man hier nicht optimieren. Einzige Möglichkeit: Festplattendaten fest angeben und nicht auf "Auto Detect" lassen.  


"BIOS Features Setup"  

CPU Level1-Cache / CPU Internal Cache = Enabled
Schnellster Cache im Computer, direkt in der CPU; ist auch standardmäßig aktiviert.  

CPU Level2-Cache / External Cache = Enabled
Der zweitschnellste Cache im Computer, unbedingt aktivieren.  

CPU L2 Cache ECC = Disabled
Braucht nur bei einem instabilen System testweise aktiviert zu werden.  

Quick Power On Self Test = Enabled
Deaktiviert einige Selbsttests beim Hochfahren  

Boot Sequence = C:, A:, CDROM
Wenn man nie oder selten von Diskette bootet, dann kann sofort das Betriebsystem von der Festplatte laden.  

Boot Up Floppy Seek = Disabled
Wird nur bei sehr alten Diskettenlaufwerken benötigt  

Above 1 MB Memory Test = Disabled
Ausführliche Prüfung des RAM benötigt man nur bei Problemen.  

Above 16 MByte Cacheable = Enabled
Wenn man mehr als 16 MB RAM hat.  

Video BIOS Shadow = Disabled
Nur wenn man noch DOS-Spiele benutzt, sollte dies auf Enabled stehen.  

Hit Message Display = Disabled
Die Meldung "Hit DEL to enter Setup" kann man deaktivieren.  

Show Bootup Logo = Disabled
Das Logo des Herstellers braucht niemand.  


"Chipset Features Setup"  

Chipset Global Features = Enabled
Alle Features des Chipsatzes aktivieren.  

DRAM Clock = Auto / By SPD
Die Geschwindigkeit des Speichers soll automatisch herausgefunden werden.  

DRAM Timing = Auto / By SPD
Liest automatisch die richtigen Timing-Daten des Speichers. Wenn "Disabled", dann kann man "DRAM CAS Latency" einstellen.
Kleinerer Wert für "DRAM CAS Latency" ist besser, der Speicher muss es aber unterstützen! (Wenn er es nicht unterstützt, dann startet der PC im Extremfall nicht mehr.)
Weiterhin gibt es "Bank Interleave", welches man auf "4 Bank" stellen sollte, wenn man mehrere Speichermodule hat.  

Active To Precharge = ausprobieren
Niedrigerer Wert ist besser.  

Active To CMD = ausprobieren
Niedrigerer Wert ist besser.  

DRAM Burst Len = ausprobieren
Niedrigerer Wert ist besser.  

Write Recovery Time = ausprobieren
Niedrigerer Wert ist besser.  

AGP Aperture Size = 64/128 MB
Speicher, den die Grafikkarte zusätzlich vom RAM ohne große Geschwindigkeitsverluste benutzen kann (ca. Hälfte des RAMs).  

AGP / AGP Mode = 2X / 4X / 8X
So hoch wie möglich, ist abwärtskompatibel. Falls doch Probleme auftreten, zurückstufen.  

AGP Fast Write / AGP Fast Write Capability = Enabled
Verbessert die Grafikkartenleistung, wenn diese diese Funktion unterstützt. Ansonsten deaktivieren.  

AGP Master 1 WS Write/Read = Enabled
Nur ein Wartezyklus statt 2 und somit schneller. Bei Instabilitäten deaktivieren.  

CPU to PCI BURST = Enabled
Deaktivieren nur bei Problemen mit einer PCI-Karte.  

CPU to PCI write buffer = Enabled
Die CPU soll keine unnötigen Wartezyklen einlegen. Bei Problemen mit PCI-Karten testweise deaktivieren.  

Master Latency Timer = möglichst hoher Wert  

Passive Release = Enabled
ISA-Zugriffe können den PCI-Bus nicht ausbremsen. Funktioniert aber nicht bei allen Kombinationen.  

PCI Concurrency / Concurrent PCI / Peer Concurrency = Enabled
Mehrere PCI-Karten können gleichzeitig arbeiten. (Manchmal vertragen sich die Karten aber nicht, dann wieder deaktivieren.)  

PCI Delayed Transactions / Delayed Transaction = Enabled
Entlastet PCI-Bus, wenn noch ISA-Karten im System sind.  

PCI Latency Timer = ausprobieren
Werte von 0-255; standardmäßig zwischen 32 und 80. Bei kleinen Werten reagieren die einzelnen Geräte schneller (da sie nicht so lange warten müssen), dafür kann ein einzelnes Gerät nur wenig Daten am Stück übertragen. Bei höheren Werten steigt somit der Datendurchsatz.  

PCI Master 0 WS Write = Enabled
Es wird kein Wartezyklus vor dem Zugriff auf den PCI-Bus durchgeführt, somit schneller.  

CPU-to-PCI IDE Posting = Enabled  

CPU-to-PCI Write Burst = Enabled  

CPU-to-PCI Write Post = Enabled  

PCI Dynamic Bursting = Enabled  

PCI Snoop Ahead / PCI Streaming = Enabled  

PCI-To-DRAM Pipelining = Enabled  

PCI-To-DRAM Prefetch = Enabled  

Spread Spectrum = Disabled  

System BIOS Cacheable = Disabled  

Video BIOS Cacheable = Disabled
In Windows kann "Enabled" je nach Grafikkarte zu Performanceeinbrüchen führen! Man kann trotzdem mit "Enabled" einen 3D-Benchmark machen, manchmal hilft es doch.  

Virus Warning = Disabled
Behindert nur die Installation von Windows und ein Virenscanner ist trotzdem nötig.  

AMD K6 Write Allocation = Enabled
Nur bei AMD K6-Prozessoren bei Super-7-Boards, bringt Geschwindigkeitsvorteil.  


"Integrated Peripherals"  

Onboard FDC Controller = Enabled
Nur deaktivieren, wenn kein Diskettenlaufwerk angeschlossen.  

Onboard Serial Port 1/2 = belassen
So belassen, außer man benutzt den Seriellport wirklich nie. Dann kann man diese(n) deaktivieren.  

Onboard Parallel Port = belassen
So belassen, außer man benutzt den Parallelport wirklich nie. Dann kann man diesen deaktivieren.  

Parallel Port Mode = belassen
ECP/EPP hat mehr "Features", ECP benötigt einen DMA-Kanal. Manche Parallelport-Scanner oder sonstige Geräte können sich durch umstellen beschleunigen!  

Onboard USB-Controller = belassen
So belassen, außer man benutzt den USB-Anschluss wirklich nie. Dann kann man diesen deaktivieren.  


"Power Management Setup"  

Advanced Power Management = Enabled
APM-Funktionen aktivieren.  

ACPI / ACPI function = Enabled
Falls Probleme beim Brennen von CDs auftreten, könnte dies die Ursache sein (dann auf "Disabled").  

ACPI Suspend Type = belassen
Wenn man den Ruhezustand benutzen will, muss hier S3 (STR) ausgewählt sein.  

Power Management Option = Disabled
Am besten man deaktiviert das komplette Powermanagement, außer man besitzt einen Laptop.  


"PNP/PCI Configuration"  

PNP OS Installed = No
Windows 2000/XP ignorieren dies bei Verwendung von ACPI sowieso. Bei anderen Betriebssystemen verteilt man die Interrupts lieber selbst.
Siehe auch Optimierung der Interrupt-Belegung.  

Resources Controlled By  

Assign IRQ for VGA / Assign IRQ to PCI VGA Card = Enabled
Wird von fast allen Grafikkarten benötigt. Immer aktivieren bei 3D-Grafikkarten und TV-Karten.  

Assign IRQ for USB / Assigned IRQ For USB = belassen
Wenn USB-Controller deaktiviert, dann kann auch dies auf "Disabled".  


"CPU Soft Menu" / "Frequency/Voltage Control"  

In diesem Menü kann man, wenn vorhanden, den Bustakt oder sonstige Geschwindigkeiten einstellen.

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