Nachfolgend werden viele Einstellungsmöglichkeiten aufgelistet, und auf welchen Wert diese eingestellt werden sollten.
Bitte beachten Sie, dass Sie nur einige dieser Optionen in Ihrem BIOS finden. Kein BIOS enthält alle Einstellungsmöglichkeiten, oft aber auch unter anderem (ähnlichen) Namen.
Tipp:
Im
BIOS-Kompendium von Hans-Peter Schulz gibt es eine sehr ausführliche
Liste mit fast allen existierenden BIOS-Optionen und eine dazugehörige
Erklärung:
» http://www.bios-kompendium.de/
"Standard CMOS
Setup"
Viel kann man hier nicht optimieren. Einzige Möglichkeit: Festplattendaten fest angeben und nicht auf "Auto Detect" lassen.
"BIOS Features
Setup"
CPU Level1-Cache /
CPU Internal Cache = Enabled
Schnellster Cache im Computer, direkt
in der CPU; ist auch standardmäßig aktiviert.
CPU Level2-Cache / External Cache = Enabled
Der zweitschnellste Cache im Computer, unbedingt aktivieren.
CPU L2 Cache ECC = Disabled
Braucht nur bei
einem instabilen System testweise aktiviert zu werden.
Quick Power On Self Test = Enabled
Deaktiviert einige Selbsttests beim Hochfahren
Boot Sequence = C:, A:, CDROM
Wenn man nie
oder selten von Diskette bootet, dann kann sofort das Betriebsystem von der
Festplatte laden.
Boot Up Floppy Seek =
Disabled
Wird nur bei sehr alten Diskettenlaufwerken
benötigt
Above 1 MB Memory Test =
Disabled
Ausführliche Prüfung des RAM benötigt man
nur bei Problemen.
Above 16 MByte
Cacheable = Enabled
Wenn man mehr als 16 MB RAM hat.
Video BIOS Shadow = Disabled
Nur wenn man
noch DOS-Spiele benutzt, sollte dies auf Enabled stehen.
Hit Message Display = Disabled
Die Meldung
"Hit DEL to enter Setup" kann man deaktivieren.
Show Bootup Logo = Disabled
Das Logo des
Herstellers braucht niemand.
"Chipset Features Setup"
Chipset Global Features = Enabled
Alle
Features des Chipsatzes aktivieren.
DRAM
Clock = Auto / By SPD
Die Geschwindigkeit des Speichers soll
automatisch herausgefunden werden.
DRAM
Timing = Auto / By SPD
Liest automatisch die richtigen
Timing-Daten des Speichers. Wenn "Disabled", dann kann man
"DRAM CAS Latency" einstellen.
Kleinerer Wert für
"DRAM CAS Latency" ist besser, der Speicher muss es aber
unterstützen! (Wenn er es nicht unterstützt, dann startet der PC
im Extremfall nicht mehr.)
Weiterhin gibt es "Bank
Interleave", welches man auf "4 Bank" stellen sollte, wenn
man mehrere Speichermodule hat.
Active To
Precharge = ausprobieren
Niedrigerer Wert ist besser.
Active To CMD = ausprobieren
Niedrigerer Wert
ist besser.
DRAM Burst Len =
ausprobieren
Niedrigerer Wert ist besser.
Write Recovery Time = ausprobieren
Niedrigerer Wert ist besser.
AGP
Aperture Size = 64/128 MB
Speicher, den die Grafikkarte
zusätzlich vom RAM ohne große Geschwindigkeitsverluste benutzen
kann (ca. Hälfte des RAMs).
AGP /
AGP Mode = 2X / 4X / 8X
So hoch wie möglich, ist
abwärtskompatibel. Falls doch Probleme auftreten,
zurückstufen.
AGP Fast Write / AGP
Fast Write Capability = Enabled
Verbessert die
Grafikkartenleistung, wenn diese diese Funktion unterstützt. Ansonsten
deaktivieren.
AGP Master 1 WS Write/Read
= Enabled
Nur ein Wartezyklus statt 2 und somit schneller. Bei
Instabilitäten deaktivieren.
CPU to
PCI BURST = Enabled
Deaktivieren nur bei Problemen mit einer
PCI-Karte.
CPU to PCI write buffer =
Enabled
Die CPU soll keine unnötigen Wartezyklen einlegen.
Bei Problemen mit PCI-Karten testweise deaktivieren.
Master Latency Timer = möglichst hoher Wert
Passive Release = Enabled
ISA-Zugriffe können den PCI-Bus nicht ausbremsen. Funktioniert aber
nicht bei allen Kombinationen.
PCI
Concurrency / Concurrent PCI / Peer Concurrency = Enabled
Mehrere
PCI-Karten können gleichzeitig arbeiten. (Manchmal vertragen sich die
Karten aber nicht, dann wieder deaktivieren.)
PCI Delayed Transactions / Delayed Transaction =
Enabled
Entlastet PCI-Bus, wenn noch ISA-Karten im System
sind.
PCI Latency Timer =
ausprobieren
Werte von 0-255; standardmäßig zwischen 32
und 80. Bei kleinen Werten reagieren die einzelnen Geräte schneller
(da sie nicht so lange warten müssen), dafür kann ein einzelnes
Gerät nur wenig Daten am Stück übertragen. Bei höheren
Werten steigt somit der Datendurchsatz.
PCI Master 0 WS Write = Enabled
Es wird kein
Wartezyklus vor dem Zugriff auf den PCI-Bus durchgeführt, somit
schneller.
CPU-to-PCI IDE Posting = Enabled
CPU-to-PCI Write Burst = Enabled
CPU-to-PCI Write Post = Enabled
PCI Dynamic Bursting = Enabled
PCI Snoop Ahead / PCI Streaming = Enabled
PCI-To-DRAM Pipelining = Enabled
PCI-To-DRAM Prefetch = Enabled
Spread Spectrum = Disabled
System BIOS Cacheable = Disabled
Video BIOS Cacheable =
Disabled
In Windows kann "Enabled" je nach Grafikkarte
zu Performanceeinbrüchen führen! Man kann trotzdem mit
"Enabled" einen 3D-Benchmark machen, manchmal hilft es
doch.
Virus Warning = Disabled
Behindert nur die Installation von Windows und ein Virenscanner ist
trotzdem nötig.
AMD K6 Write
Allocation = Enabled
Nur bei AMD K6-Prozessoren bei
Super-7-Boards, bringt Geschwindigkeitsvorteil.
"Integrated
Peripherals"
Onboard FDC
Controller = Enabled
Nur deaktivieren, wenn kein Diskettenlaufwerk
angeschlossen.
Onboard Serial Port 1/2 =
belassen
So belassen, außer man benutzt den Seriellport
wirklich nie. Dann kann man diese(n) deaktivieren.
Onboard Parallel Port = belassen
So belassen,
außer man benutzt den Parallelport wirklich nie. Dann kann man diesen
deaktivieren.
Parallel Port Mode =
belassen
ECP/EPP hat mehr "Features", ECP benötigt
einen DMA-Kanal. Manche Parallelport-Scanner oder sonstige Geräte
können sich durch umstellen beschleunigen!
Onboard USB-Controller = belassen
So
belassen, außer man benutzt den USB-Anschluss wirklich nie. Dann kann
man diesen deaktivieren.
"Power Management Setup"
Advanced Power Management = Enabled
APM-Funktionen aktivieren.
ACPI / ACPI
function = Enabled
Falls Probleme beim Brennen von CDs auftreten,
könnte dies die Ursache sein (dann auf
"Disabled").
ACPI Suspend Type
= belassen
Wenn man den Ruhezustand benutzen will, muss hier S3
(STR) ausgewählt sein.
Power
Management Option = Disabled
Am besten man deaktiviert das
komplette Powermanagement, außer man besitzt einen
Laptop.
"PNP/PCI
Configuration"
PNP OS
Installed = No
Windows 2000/XP ignorieren dies bei Verwendung von
ACPI sowieso. Bei anderen Betriebssystemen verteilt man die Interrupts
lieber selbst.
Siehe auch Optimierung der
Interrupt-Belegung.
Resources Controlled By
Assign IRQ for VGA /
Assign IRQ to PCI VGA Card = Enabled
Wird von fast allen
Grafikkarten benötigt. Immer aktivieren bei 3D-Grafikkarten und
TV-Karten.
Assign IRQ for USB / Assigned
IRQ For USB = belassen
Wenn USB-Controller deaktiviert, dann kann
auch dies auf "Disabled".
"CPU Soft Menu" / "Frequency/Voltage
Control"
In diesem Menü kann man, wenn vorhanden, den Bustakt oder sonstige Geschwindigkeiten einstellen.
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