www.spettl.com | www.windowstuning.net
Kontaktformular | Impressum | Disclaimer
Home| Anleitungen| Windows-Tipps| Forum| Links| Suche
Anleitungen
› Startseite  › Zufällig auswählen... 
Anleitung:
Optimierung der Interrupt-Belegung
(Für Profis)
Da es bei älteren PCs oder z. B. unter Windows 98 nur wenige freie Interrupts gibt, müssen sich einige PCI-Steckplätze einen Interrupt teilen. Dies sollte man bei der Konfiguration und sogar beim Stecken der Karten beachten.
Unterstützt von:
Grafikkarten
Industrie-PCs
Software

Anleitung: Optimierung der Interrupt-Belegung

Das Problem:
Bei älteren PCs oder Betriebssystemen wie Windows 98 stehen nur 15 Interrupts für das ganze System zur Verfügung. Davon werden ca. 10 alleine für Anschlüsse, Tastatur, Maus, Controller etc. verwendet.
Wenn nun noch zusätzlich zur Grafikkarte z. B. eine Soundkarte, eine TV-Karte, eine Netzwerkkarte, eine ISDN-Karte und möglicherweise noch ein SCSI-Controller eingebaut ist, müssen sich zwangsweise zwei Geräte einen Interrupt teilen (IRQ-Sharing).  

Lösung: ACPI ab Windows 2000
Ab Windows 2000 stehen dem Betriebssystem bei ACPI-konformen Motherboards 21 Interrupts zur Verfügung, was ausreichend sein sollte. Folgendermaßen können Sie in Windows 2000 und XP überprüfen, ob ACPI aktiviert ist: Öffnen Sie das Systemsteuerungsmodul "System" und wählen Sie das Register "Hardware". Klicken Sie "Geräte-Manager" an, in diesem sollten Sie unter "Computer" den Eintrag "ACPI-Uniprozessor-PC" sehen. In diesem Fall ist alles OK und Sie benötigen diese Anleitung nicht.  

Wenn kein ACPI möglich ist:
Hat man nur wenige Komponenten, kann trotzdem jede ihren eigenen Interrupt erhalten. Andernfalls können sich durch "IRQ Sharing" zwei Karten einen Interrupt teilen: In diesem Fall sollte man auf jeden Fall zwei "langsame" Steckkarten auf einen IRQ legen.  

Folgende Geräte benötigen auf jeden Fall einen eigenen IRQ:
- Grafikkarte (AGP und PCI)
- Zusätzliche IDE-/SCSI-Controller
Folgende sollten, wenn machbar, einen eigenen IRQ benutzen können:
- High-End-Soundkarte
- TV-Karte
Unbedenklich kann man folgende Geräte auf einen IRQ legen:
- Standard-Soundkarte
- DSL-Modem, ISDN-Karte oder analoges Modem
- Netzwerkkarte bei Desktop-PCs  

Grundsätzlich sollten alle wichtigen Karten, die einen hohen Datendurchsatz haben (können), einen eigenen IRQ besitzen.  

Zuteilen von Interrupts zu den Steckplätzen
Im BIOS:
Normalerweise kann man im BIOS unter "PNP/PCI Configuration" jedem Steckplatz oder zwei Steckplätzen gemeinsam (siehe "Keine freie Zuteilung der Interrupts möglich") einen IRQ zuweisen. Deaktiviert man "Plug and Play OS", dann weist das BIOS die Interrupts zu und Windows übernimmt diese. (Wenn nicht, muss man im Geräte-Manager dieselben IRQs eintragen wie im BIOS.)
Für nicht Plug&Play-fähige ISA-Karten (denen per Jumper der IRQ zugewiesen wird), muss man im BIOS den entsprechenden Interrupt (und DMA) reservieren.
In Windows:
Ist "Plug and Play OS" im BIOS aktiviert, dann verteilt Windows die Interrupts. In diesem Fall kann man im Gerätemanager von Windows in den Eigenschaften eines Geräts unter "Ressourcen" manuell Interrupts festlegen.  

Problem: Keine freie Zuteilung der Interrupts möglich
Bei vielen Mainboards ist schon von Werk aus festgelegt, dass sich bestimmte Steckplätze einen IRQ teilen. Man kann zwar bestimmen welchen, aber die Karten in den betreffenden Steckplätzen haben immer denselben Interrupt.
Wie diese Steckplätze untereinander verkoppelt sind, sollte im Mainboard-Handbuch stehen. Meist teilt sich der AGP-Steckplatz den Interrupt mit dem 1. PCI-Steckplatz, diese sind also nebeneinander. Wenn man nun eine AGP-Grafikkarte benutzt, sollte man den ersten PCI-Platz frei lassen. Eine PCI-Grafikkarte steckt man folglich in den ersten PCI-Steckplatz, da der AGP-Platz (falls vorhanden) sowieso frei ist.

Nach oben